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Chronographen

Sichtbare, skelettierte Uhrwerke zählen nach wie vor zu den Besonderheiten bei den so genannten Chronographen. Das Wort Chronograph bedeutet allerdings im eigentlichen Sinne Zeitschreiber, was sich in erster Linie auf Stoppuhren bezieht. Aber auch für einfache Armbanduhren wird der Begriff, wenn auch fälschlich, gern benutzt. Druck- oder Band-Chronographen dienen dagegen der digitalen oder grafischen Zählung von Sterndurchgängen.

Die Geschichte des Chronographen ist eng mit dem schweizerischen Valle'e de Joux verbunden, das auch liebevoll „Tal der Tüftler“ genannt wird. Bis heute stammen über 90 Prozent dieser filigranen Kleinwerke mechanischer Uhren aus dieser Berggegend.

Die ersten Stoppuhren hielten Anfang des 19. Jahrhunderts beim Stoppen komplett die Zeit an. So musste im Nachhinein die Zeit des Stillstandes der Gesamtzeit hinzu gerechnet werden, was mitunter nicht nur recht kompliziert war, sondern auch sehr ungenaue Ergebnisse zur Folge hatte. Später erfand der Franzose Rieussec einen Chronographen, bei dem sich das Zifferblatt drehte und ein aufgesetzter Schreiber die gemessene Zeit in Strichform darauf setzte.

Der Österreicher Joseph Thaddäus Winnerl entwickelte einen Chronographen mit einem Sekundenzeiger, der sich unabhängig vom Zeitlauf anhalten ließ. Winnerl entwickelte sogar noch einen Mechanismus mit zwei übereinander liegenden Sekundenzeigern, die unabhängig von einander gestoppt werden konnten. So wurde die zeitliche Differenz bemessen.

Den heutzutage genutzten Zugmechanismus entwickelte Auguste Baud erst um 1880. Dieser Mechanismus verfeinerte sich bis 1930 bemerkenswert weiter. Durch die Entwicklung der Quarzuhren um 1970 wurde diese Technik allerdings weitgehend verbannt. Mittlerweile erlebt der klassische Chronograph jedoch eine Art Renaissance auf dem Uhrenmarkt.


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16.12.2008